Rassestandard

ÜBERSETZUNG:
Harry G.H. Hinckeldeyn und Dr. J.-M. Paschoud

DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINALSTANDARDS:
26.03.1992

URSPRUNG:
Niederlande

FCI:
Gruppe 1 Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde)
Sektion 1 Schäferhunde ohne Arbeitsprüfung

KOPF:
KOPF: Die üppige Behaarung macht den Kopf größer, insbesondere breiter, und der Schädel erscheint viel tiefer als er ist.

OBERKOPF:
Schädel: Beinahe flach mit mässiger Stirnfurche und stark betonten Augenbrauenbogen. Er ist ziemlich breit im Verhältnis zur Länge: die Breite ist ein wenig grösser als der Abstand zwischen dem Stop und dem Hinterhauptbein. Stop : Deutlich ausgebildet, aber nicht steil.

GESICHTSSCHÄDEL:
Nase: Die Nasenlinie liegt wenig tiefer als die Schädellinie. Fang: Er ist kürzer als der Abstand zwischen dem Stop und dem Hinterhauptbein. Er wird wenig schmäler, bleibt tief und endet breit und nur leicht abgerundet. Von der Seite gesehen muss bei geschlossenem Fang der Unterkiefer deutlich zu sehen sein. Kiefer/Zähne: Normal entwickeltes Scherengebiss. Backen: Stark vorspringende Jochbogen. Augen: Die Augen sind ziemlich gross, rund, und liegen normal in der Augenhöhle. Sie sind mehr vorne am Kopf als seitlich placiert. Die Farbe ist braun; die Augen sollten nicht den Eindruck erwecken, schwarz zu sein. Das Weisse des Auges sollte nur bei starkem Seitwärtsblicken sichtbar sein. Der Ausdruck ist offen, ehrlich und lebendig. Form, Farbe und Ausdruck sind charakteristisch für die Rasse. Ohren : Diese sind ziemlich hoch angesetzt, nicht gross, nicht fleischig, und hängen frei, aber nicht am Kopf herab. Sie sind lang behaart und beweglich, sollen aber die Schädellinie nie überschreiten.

HALS:
Der Kopf wird durch einen starken und trockenen Hals hoch getragen.

KÖRPER:
Der Schapendoes ist ein wenig länger als hoch. Das Skelett ist leicht, biegsam und elastisch. Obere Begrenzungslinie : Sie ist über der stark muskulösen Lendengegend gewölbt. Brust: Tief. Die Rippen sind mässig bis gut gewölbt und reichen weit nach hinten. Untere Profillinie und Bauch : Nicht zu stark aufgezogen.

RUTE:
Die Rute ist lang, gut behaart und befedert. Die Art und Weise, wie der Hund seine Rute trägt, ist für die Rasse charakteristisch. In der Ruhe hängt sie tief. Im Trab wird die Rute ziemlich hoch getragen und schwingt gebogen deutlich hin und her. Im Galopp streckt sie sich waagrecht. Beim Springen dient die Rute unverkennbar zum Steuern. Wenn der Hund aufmerksam ist, ist die Rute manchmal stark aufgerichtet. Sie sollte jedoch nie steif über dem Rücken getragen werden.

GLIEDMASSEN

VORDERHAND:
Die Vorderläufe sind gerade und leicht gebaut. Die gute Winkelung der Vorderläufe soll die Vorbrust betonen. Vordermittelfuß: Elastisch.

HINTERHAND:
Becken: gut schrägliegend
Sprunggelenk : mässig gewinkelt, gut bemuskelt
Hintermittelfuß : kurz

PFOTEN:
Die Pfoten sind ziemlich gross und elastisch; sie haben eine breite, ovale Form. Die Zehen sind eng aneinanderliegend. Die Ballen sind dick und elastisch mit reichlich Haar dazwischen. Afterkrallen sind erlaubt.

GANGWERK:
Da der Schapendoes bei seiner Arbeit mehr galoppiert als trabt, muss seine Gangart leichtfüssig und federnd sein, ohne überflüssigen Energieverbrauch. Er muss gut springen und schnell wenden können.

HAARKLEID

HAAR:
Der Schapendoes hat ein dichtes Haarkleid mit genügend Unterhaar. Die Haare sind lang, gut 7 cm oder mehr im Bereich der Hinterhand. Sie sind nicht glatt, sondern leicht gewellt. Ausgesprochenes Kraushaar ist nicht zulässig. Die Haare wachsen dicht aneinander, sie sind dünn und trocken, vor allem aber nicht seidig. Das Haarkleid hat die Neigung, da, wo es lang ist, in Büscheln abzustehen, wodurch der Schapendoes, besonders hinten, einen grossen Umfang kriegt. Der Schapendoes hat einen mächtigen Haarschopf, Schnauz und Bart.

FARBE: Alle Farben sind zulässig. Bevorzugt wird jedoch ein Blaugrau bis Schwarz.

GRÖSSE:
Widerristhöhe:
Für Rüden: 43 - 50 cm
Für Hündinnen: 40 - 47 cm

FEHLER:
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

AUSSCHLIESSENDE FEHLER:
Ein Schapendoes, der sich im Ring ängstlich oder (und) aggressiv verhält, wird weder placiert noch qualifiziert.

N.B.:
Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

Quelle: FCI Fédération Cynologique Internationale